Klassischer Erdbeerkuchen
mit Puddingcreme

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Ihr habt ja keine Ahnung, wie viele Nerven mich der heutige Beitrag gekostet hat. Das hört sich so harmlos und flapsig daher gesagt an, aber ich meine es so… Selten habe ich so viel Zeit und Energie in ein Rezept gesteckt wie in dieses. Und glaubt mir, ich kann gerade eure Gedanken lesen, denn ihr denkt euch sicher: Was? Das ist doch nur ein Erdbeerkuchen mit Puddingcreme. Wo ist das Problem?

Das Problem? Das Problem ist mein Perfektionismus. Ich wollte euch nicht nur ein grandioses Rezept präsentieren sondern dazu auch noch besonders hübsche Fotos. Und wie das manchmal eben so ist, wenn man sich selbst unter Druck setzt: es wird nichts.

So habe ich tatsächlich drei Anläufe gebraucht, um das perfekte Rezept zu entwickeln. Und ebenso viele Anläufe, um halbwegs passable Fotos zu produzieren. Warum mir das so wichtig ist? Das verrate ich euch gerne.

Der wohl wichtigste Grund ist, dass ich Erdbeerkuchen liebe! Wenn der erste selbstgemachte Erdbeerkuchen auf dem Tisch landet, dann weiß ich, dass der Sommer endlich da ist. Keine Frucht liebe ich so sehr, wie die Erdbeere. Am liebsten direkt auf dem Feld, frisch gepflückt und noch warm von der Sonne. Saftig, süß und so lecker, dass mir schon vom Schreiben das Wasser im Mund zusammen läuft.

Und dennoch gibt es bisher noch kein Rezept für diesen Klassiker auf meinem Blog – und das, wo Kuchenklassiker wie Käsekuchen, Eierlikörkuchen, Marmorkuchen und Co. doch eigentlich meine Stärke sind. Erstaunlich oder? Dafür gibt es viele verschiedene Gründe.

Allen voran: Ich hatte bisher einfach nicht die richtige Backform. Zwar habe ich mir vor einigen Jahren schon die Obstboden-Form meiner Mutter stibitzt, hatte aber trotz vermeintlich toller Beschichtung immer wieder Probleme, den Obstboden an einem Stück heraus zu bekommen. Frustrierend. Das tut dem Geschmack zwar keinen Abbruch, ist für mich als Perfektionistin aber ein kleines Drama.

Dieses Problem hat sich für mich aber nun ein für alle Mal gelöst, denn ich bin stolze Besitzerin der tollen Obstbodenformen der We love baking Serie aus dem Hause STÄDTER*.

STÄDTER war mir schon immer ein Begriff. Bei über 4000 Produkten im Sortiment ist sicherlich jeder Backbegeisterte schon mal über den ein oder anderen Artikel aus dem Traditionsunternehmen gestolpert. Als ich dann aber im vergangenen Jahr das Rezept für die Donuts aus dem Backofen für STÄDTER und deren We love baking Serie entwickeln durfte, war ich total angefixt.

Ich hatte wirklich noch nie eine Backform, bei der die Backwaren so leicht aus der Form geglitten sind, die einem unsauberes einfetten so verziehen hat und die sich dann auch noch so spielend sauber machen ließ wie die Donut Backform. Und eins könnt ihr mir glauben: Ich besitze wirklich viele Backformen 🙂

Also kam ich auf die Idee, in Kooperation mit STÄDTER und der We love baking Serie eine kleine “We love Klassiker” Reihe zu machen. Nicht, weil die Serie nur klassische Backformen wie Obstboden-, Spring-, oder Kastenform zu bieten hätte. Ganz im Gegenteil. Viel mehr aus dem Grund, dass Klassiker bei mir auf dem Blog einen so hohen Stellenwert haben und ein bisschen mein Steckenpferd sind. Denn mal ganz ehrlich: Es geht nichts über einen tollen Klassiker oder?

Und so war für mich klar, dass der Erdbeerkuchen mit Puddingcreme auf jeden Fall mit dabei sein musste! Und während die tollen Obstbodenformen von STÄDTER* mein bis dato größtes Problem sofort gelöst haben, stand ich plötzlich vor ein paar ganz anderen Herausforderungen.

Welcher Teig ist der beste? Wie genau mache ich die Creme? Und wie kann ich das Ganze dann auch noch bildlich schön festhalten. Alles gar nicht so einfach.

Ich wollte einen Teig, der locker aber nicht zu weich, fest aber nicht hart ist. Und eine Creme, die cremig und locker ist aber nicht zerläuft, wenn man den Kuchen anschneidet. Klingt so simple, ist es aber nicht.

Und so habe ich das erste Mal seit langem meine Küche wieder in eine richtige Testküche verwandelt und herum experimentiert. Die einzige Konstante? Der Obstboden ging ein ums andere Mal kinderleicht aus der Form heraus. Alles andere war eine echte Herausforderung.

Aber wisst ihr was? Es hat sich gelohnt! Ich würde felsenfest behaupten, dass dieser Erdbeerkuchen, der beste Erdbeerkuchen ist, den es bei uns seit langem gab. Der Boden hat die perfekte Textur, die Puddingcreme ist selbstgemacht, ganz ohne Puddingpulver oder Tütchenzeugs und schmeckt dabei so vanillig und lecker, dass mein Junior die Reste pur weggelöffelt hat.

Ich bin total froh und stolz, dieses tolle Rezept mit euch zu teilen. Probiert es unbedingt aus und lasst mich wissen, wie es euch geschmeckt hat!

Ach so, die Obstbodenform von STÄDTER* gibt es übrigens in zwei verschiedenen Größen – mit 30 cm und 22 cm Durchmesser. Und weil ich eh schon mal in der Testküche war, habe ich gleich die perfekten Mengen für beide Formen ausgetüftelt. Ihr findet beide im Rezept. Das Rezept für die Creme habe ich nicht runter gerechnet, da man die Reste problemlos so weglöffeln kann 🙂

Habt ganz viel Spaß mit dem Rezept! Ich hoffe es gefällt euch genauso gut wie uns!

Klassischer Erdbeerkuchen mit Puddingcreme
 
Zutaten
  • Für den Obstboden in 30 cm
  • 3 Eier (M oder L)
  • 125 g Zucker
  • 2 TL Vanilleextrakt, selbstgemachtoder gekauft
  • 125 g Butter, zerlassen und abgekühlt
  • 140 g Weizenmehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Für den Obstboden in 22 cm
  • 2 Eier (M oder L)
  • 85 g Zucker
  • 1,5 TL Vanilleextrakt, selbstgemachtoder gekauft
  • 85 g Butter zerlassen und abgekühlt
  • 95 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Für die Puddingcreme
  • 350 ml Vollmilch
  • 35 g Zucker
  • 2 TL Vanilleextrakt, selbstgemachtoder gekauft
  • 1 Eigelb (M oder L)
  • 30 g Stärke
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • Außerdem
  • 500-700 g Erdbeeren, gewaschen und geputzt
  • 1 Päckchen Tortenguss
  • 75 g gehobelte Mandeln
Zubereitung
  1. Zuerst den Pudding herstellen. Dafür 250 ml der Milch zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben und langsam erhitzen.
  2. Die restliche Milch zusammen mit dem Eigelb und der Stärke in eine Schüssel geben und klümpchenfrei verrühren.
  3. Sobald die Milchmischung einmal aufgekocht ist, die Stärkemischung langsam und unter stetigem Rühren zur Milch geben und verrühren. Nochmals kurz aufkochen lassen, dann die Temperatur reduzieren und für 30 Sekunden leicht köcheln lassen. Dabei stets rühren.
  4. Den Pudding durch ein Sieb in eine Schüssel geben und auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet. Vollständig abkühlen lassen. TIPP: Wenn man den Pudding in eine Auflaufform gibt und abdeckt, kühlt er etwas schneller ab.
  5. Für den Obstboden den Zucker zusammen mit den Eiern und dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mithilfe eines Handrührgeräts oder der Küchenmaschine in einigen Minuten weißschaumig schlagen.
  6. Währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, die Backform einfetten und zur Seite stellen.
  7. Nun die zerlassene und abgekühlte Butter zur Eiermischung geben und kurz unterrühren.
  8. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen, über die Eiermischung sieben und mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.
  9. Den Teig in die vorbereitete Backform geben, glatt streichen und auf mittlerer Schiene ca. 20-25 Minuten (für die 22 cm Backform ca. 14-18 Minuten) backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
  10. Den Obstboden aus dem Backofen holen, einige Minuten abkühlen lassen und anschließend auf ein Abkühlgitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen.
  11. Sobald der Pudding abgekühlt ist, in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine nochmal glatt rühren.
  12. Anschließend die zimmerwarme Butter nach und nach zum Pudding geben und nach jedem Stück gut verrühren, damit sich alles gut verbindet.
  13. Die Creme nochmal für ca. 20-30 Minuten in den Kühlschrank geben, anschließend auf dem Kuchenboden verstreichen.
  14. Die Erdbeeren halbieren oder vierteln und auf dem Pudding auftürmen.
  15. Den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten und zügig auf dem Erdbeerkuchen verteilen.
  16. Die gehobelten Mandeln am Rand entlang verteilen und den Kuchen anschließend nochmal für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank geben, damit die Creme noch etwas fester werden kann.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit STÄDTER* entstanden

*Kooperationslink

6 Kommentare zu “Klassischer Erdbeerkuchen
mit Puddingcreme

  1. Liebe Janina,
    habe gestern dieses Rezept für klassischen Erdbeerkuchen ausprobiert. Ist relativ einfach zu machen und auch sonst recht gut gelungen. Wobei ich sagen muss: mir war die Creme fast etwas zu wenig süß. Ich würde beim nächsten Mal mehr Zucker zur Puddingcreme geben. Vielleicht lag es auch an den Erdbeeren, dass die einfach nicht süß genug waren. Letzte Woche habe ich Deine Erdbeer-Mascarpone-Torte gemacht- die ist wirklich ein Knaller und wahnsinnig lecker. Da könnte man sich reinlegen.
    Und ausserdem habe ich am Freitag die Panna Cotta mit Erdbeeren gemacht. Wirklich total einfach zu machen und mega lecker. Übrigens war es bei mir auch so, wie in Deinem Beitrag beschrieben- die Vanille sank auf den Boden der Förmchen ab. Aber dem Geschmack tut das wirklich keinen Abbruch.
    Nicht zuletzt habe ich neulich auch noch die Spargel-Canelloni gemacht. Eine tolle Idee!! Leicht zu machen und super lecker!!
    Freue mich schon auf weitere Rezepte, obwohl ich auch bei den bestehenden immer wieder fündig werde.
    Wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Pfingstfest.
    Viele Grüße von Monika.

    1. Hallo liebe Monika,
      wow, hab ganz lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich liebe es, wenn ich Rückmeldungen bekomme. Wenn sie dann auch noch so positiv sind, dann ist das natürlich noch erfreulicher 🙂
      Es freut mich, dass dir der Kuchen gelungen ist. Wenn dir die Creme zu wenig süß war, dann gib das nächste Mal einfach noch etwas mehr Zucker dazu. Daran soll es ja nicht scheitern oder? 🙂
      Die Erdbeeren Mascarpone Torte habe ich vor einigen Jahren zu meinem Geburtstag ein paar Mal gemacht und wir waren auch alle super begeistert. Ich muss sie unbedingt mal wieder machen! Danke für die Erinnerung 🙂
      Panna Cotta ist ein super dankbares Dessert. Es ist schnell zubereitet und vor allem kann man sie schon ein bis zwei Tage vorher vorbereiten. Freut mich, dass es geklappt hat!
      Die Spargel-Cannelloni gab es in diesem Jahr auch schon ein paar mal bei uns und ich habe mir für nächstes Jahr vorgenommen, dem Rezept mal ein paar neue Bilder zu gönnen 🙂
      Ich finde es so klasse, was du schon alles ausprobiert hast und dass du dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar dazulassen. Hab ganz lieben Dank!
      Ich wünsche dir ein tolles Wochenende mit viel Sonne und gutem Essen!
      Liebe Grüße
      Janina

  2. Liebe Janina,
    vielen Dank für dieses tolle Rezept – seit Jahren suche ich einen tollen Obstboden…heute hats geklappt, mit Deinem Rezept!! <3
    Liebste Grüße, die Sonja

    1. Hallo liebe Sonja,
      wow, das freut mich! Hab ganz lieben Dank für dein Feedback! Für mich war es tatsächlich auch schwierig und ich bin super happy, jetzt ein Rezept zu haben, das ich gerne teile 🙂
      Viele liebe Grüße
      Janina

  3. Ich muss jetzt mal dumm fragen ;o) : wozu dient es, dass du die Butter zuerst schmelzen und abkühlen lässt, statt sie einfach zimmerwarm zu verarbeiten? Verändert sich dadurch die Konsistenz des Teiges?

    Liebe Grüße
    Caroline

    1. Hallo liebe Caroline,
      es gibt keine dummen Fragen 🙂
      Da zunächst die Eier mit dem Zucker schaumig geschlagen werden um ordentlich Volumen zu erzeugen, würde man sich später schwer tun, die zimmerwarme Butter unter zu rühren. Das würde Klumpen oder im schlimmsten Fall sämtliche Luft aus der Eiermasse rühren. Die Butter wird zerlassen, damit sie besser untergerührt werden kann, abkühlen lassen muss man sie, weil das Ei sonst gerinnen würde 🙂
      Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten.
      Viele liebe Grüße
      Janina

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