Streuselkuchen mit Sahneguss
 

Ich gebe es zu! Ich gestehe alles! Ich habe noch NIE einen Streuselkuchen gebacken. Und ich bereue es. Zutiefst. Wer hier regelmäßig vorbei schaut weiß, dass ich eine Vorliebe für Hefeteig habe. Egal ob süße Buchteln, herzhafte Pizzaschnecken oder Burger Buns – alles was aus Hefe ist lässt mich ins schwärmen geraten. Alles – bis auf Streuselkuchen. Und das noch nicht einmal aus Erfahrung. Denn ich hatte ihn nicht nur noch nie gemacht, ich hatte ihn auch noch nie gegessen.

Bei uns zuhause gab es ihn nie und beim Bäcker in der Auslage sehe ich ihn immer sein tristes Dasein fristen. Trocken. Furztrocken um genau zu sein. So sieht er beim Bäcker aus. Nur meine bessere Hälfte, die findet Streuselkuchen ganz wunderbar. Ich habe den immer lauter werdenden Wunsch danach einfach ignoriert und stattdessen lieber aufwändigere Dinge gemacht wie diese Hefeteigschnecken im Glas.
Aber als wir jetzt im Urlaub waren, musste ich einfachere Dinge machen. Wenig Platz, schlechte Ausstattung und vor allem einen bescheidenen Ofen. Also habe ich mich überwunden und einen Streuselkuchen gemacht. Und wisst ihr was? Ich bereue es, ihn in meinen bisher 29 Jahren auf diesem Planeten noch nicht gegessen zu haben. Er schmeckt köstlich! Er ist saftig, er ist fluffig – kurzum, er ist ein Traum. Und weil man ja selten ein ganzes Blech benötigt, bietet es sich an, dass man ihn, sobald er abgekühlt ist, wunderbar portionsweise einfrieren kann.
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Wenn ihr also auch noch nie einen Streuselkuchen gebacken habt oder nur schlechte Erfahrungen damit gemacht habt, dann probiert dieses Rezept. Ich bin wirklich begeistert und werde ab und an mal ein Blech backen und einfrieren. So hat man immer was zuhause und aufgetaut schmeckt er wie frisch. Auch die Streusel werden keinesfalls matschig!
Streuselkuchen mit Sahneguss
 
Für 1 Blech
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Zutaten
  • 500-530 g Weizenmehl (Type 550)
  • 250 ml Milch
  • 20 g Hefe, frisch
  • 80 g Zucker
  • 75 g Butter, zimmerwarm
  • 1 Ei (S oder M)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer halben Biozitrone
  • 300 g Weizenmehl
  • 210 g Butter
  • 210 g Zucker
  • 1 Vanilleschote, das Mark davon
  • 1 Prise Salz
  • 250 ml Sahne
Zubereitung
  1. Für den Hefeteig zunächst die Milch lauwarm erhitzen. Die Hefe zusammen mit 1 Esslöffel des Zuckers zur Milch geben und verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Zur Seite stellen.
  2. Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Abrieb der Zitrone, den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter sowie die Prise Salz dazu geben. Nun die Hefemilch in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine (oder von Hand) in 8-10 Minuten zu einem homogenen Teig kneten. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch bedecken und an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (je nach Umgebungstemperatur 1-2 Stunden).
  3. In der Zwischenzeit die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und zusammen mit den dem Mehl, dem Zucker sowie dem Salz und dem Mark der Vanilleschote in eine Schüssel geben und mit den Händen zu Streuseln verkneten. Die fertigen Streusel abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.
  4. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  5. Den gegangenen Teig nun auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und auf die Größe des Backbleckes ausrollen. Vorsichtig auf das vorbereitete Backblech geben. Nun die Streusel gleichmäßig darauf verteilen.
  6. Den Kuchen für 25-30 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  7. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und sofort gleichmäßig mit der Sahne übergießen. Keine Sorge, die Streusel bleiben knusprig und der Kuchen saugt nach und nach alles auf! Wichtig ist nur, dass man diesen Schritt macht, sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt und noch heiß ist.
  8. Durch den Sahneguss wird der Kuchen wunderbar saftig. Diesen Schritt also keinesfalls auslassen.

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