Baked Beans
Gebackene Bohnen

Ich habe noch zwei Rezepte für Geschenke aus der Küche für euch, die ich euch wahnsinnig gerne noch zeigen würde. Aber ich habe nach all den Plätzchenrezepten gerade erst mal genug von Süßkram und brauche ganz dringend etwas Deftiges. Aus genau dem Grund, zeige ich euch heute eines unserer absoluten Lieblingsgerichte – Baked Beans. Was in England eigentlich typischerweise zum Frühstück serviert wird, landet bei uns regelmäßig als Abendessen auf dem Tisch und erfreut sich großer Beliebtheit.Selbst unser Junior isst die Bohnen wahnsinnig gerne… Er verzichtet zwar auf das Ei – aus was für einem Grund auch immer – aber für Baked Beans ist er immer zu haben. Dazu ein Stück selbst gebackenes Baguette und die Welt ist in Ordnung.

Das Beste bei diesem Gericht ist nicht, dass es sich super schnell und einfach machen lässt, sondern viel mehr, dass man es auch gleich in großen Portionen machen und immer wieder aufwärmen kann. So hat man gleich für zwei Tage ein deftiges und super köstliches Abendessen. Ihr solltet das wirklich mal ausprobieren.

Was ihr nicht sehr, wenn ihr diese Bilder anschaut, ist, dass es eine schwere Geburt war, das Rezept mit euch zu teilen. Tatsächlich schlummert es schon seit Anfang des Jahres in meinen unveröffentlichten Beiträgen aber – wie würde man neudeutsch dazu sagen – es war kompliziert.

Die ersten Bilder, die ich gemacht habe, haben mir überhaupt nicht gefallen. Es sag nach roter Matschepampe aus und irgendwie war das Licht auch ganz schrecklich. Nachdem ich also beschlossen hatte, dass das Rezept so und mit diesen Bildern nicht online gehen würde, habe ich nach einiger Zeit neue Bilder gemacht. Noch nicht optimal aber deutlich besser. Doch dann kam der Sommer und mit ihm die Hitzewelle. Wer will im Hochsommer schon Baked Beans essen? Da genießt man lieber eine leckere Quiche und einen knackigen Salat auf der Terrasse oder dem Balkon. Also schlummerte das Rezept weiterhin in meinem Archiv und wartete auf seinen großen Auftritt.

Der dann nicht kam, denn im Herbst, als das Wetter endlich gepasst hätte, haben mir die Bilder wieder nicht gefallen. Ihr seht, es ist wirklich schwierig manchmal. Der Stil ändert sich permanent und die Bilder, die ich vor einigen Monaten noch totaaaaal toll fand, find ich jetzt ganz grauenhaft. Und damit nahm das Dilemma abermals seinen Lauf 😀

Hört sich jetzt alles mords dramatisch an – ist es auch. Nein aber im Ernst. Es nervt natürlich schon aber es hat sich gelohnt denn inzwischen bin ich mit den Fotos sehr zufrieden und meine beiden Männer haben sich auch nicht beschwert, als ich wieder einmal angekündigt habe, Baked Beans zu kochen damit ich neue Fotos schießen kann. Was man so im Haus eines Foodbloggers mitmachen muss… 🙂

Und ich glaube, der Zeitpunkt für dieses Rezept ist genau der richtige. Jedem trieft der Zahn nach etwas Deftigem – ich glaube wirklich, dass ich nicht die Einzige bin, der nach all den Plätzchen und Kuchen mal nach etwas Herzhaftem ist. Danach kann man ja wieder naschen. Da spricht nichts dagegen 🙂

Könnt ihr noch Süßkram sehen? Oder habt ihr auch schon genug davon? Habt ihr schon alle Plätzchen vernascht oder reichen eure Vorräte noch bis Weihnachten?

Baked Beans- Gebackene Bohnen
 
Zutaten
Zubereitung
  1. Die getrockneten Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen.
  2. Am nächsten Tag die Bohnen abgießen, gut abspülen und in reichlich Wasser so lange kochen bis sie gar sind aber noch Biss haben. Je nach Bohnensorte kann das zwischen 20 und 90 Minuten dauern - die Anweisung auf der Verpackung beachten.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und beides fein würfeln.
  5. Nun etwas Öl in einem Bräter erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin 2-3 Minuten anschwitzen. Mit dem Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen.
  6. Nun den Apfelsaft, Senf, eine ordentliche Prise Salz und die passierten Tomaten dazugeben und kurz aufkochen lassen.
  7. Die Bohnen dazugeben, Lorbeer, Piment und Nelke in ein kleines Gewürzsäckchen geben und ebenfalls dazugeben und den Bräter nun (ohne Deckel) für ca. 45-60 Minuten in den Ofen geben, dabei 2-3 Mal umrühren.
  8. Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, aus dem Ofen holen und mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette abschmecken.

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