Schneller Apfel-Streusel-Kuchen
 

Unglaublich aber wahr, mein erster Beitrag für 2022 geht heute online. Im Februar! Ich glaube, so spät war ich noch nie dran. Aber es gibt einen guten Grund. Wer mir auf Instagram folgt, der weiß, dass wir die letzten Wochen im Dauerstress waren. Wir haben nochmal gebaut und Ende Januar war er dann endlich da: Der Termin für den Umzug. Und während ein normaler Umzug schon Stress bedeutet, war es für uns nochmal eine Schippe mehr. Warum? Das erzähle ich euch gerne! Schnappt euch ein Stück schnellen Apfel-Streusel-Kuchen und eine Tasse Tee und macht es euch bequem.

Im Spätsommer 2020 haben mein Mann und ich eher aus einer Laune heraus gedacht, dass wir nochmal bauen sollten. Das Kind hat das Wochenende bei den Großeltern verbracht, wir hatten ein bisschen Zeit für uns und Dank Corona gab es nicht viel zu tun. Dann kam der Vorschlag meines Mannes, ob wir nicht in den Musterhauspark fahren sollten. Einfach nur mal schauen gehen.

Schon als Kind habe ich bei meinen Eltern mitbekommen, dass “nur mal schauen gehen” schnell teuer werden kann. Nicht selten wurden bei solchen “nur mal schauen gehen” Ausflügen Fahrräder, Inline Skates oder gar Motorräder gekauft. Aber selten Häuser 🙂

Schon auf dem Heimweg vom Musterhauspark ratterte es in unseren Köpfen. Wo könnte man bauen? Wo gibt es Grundstücke? Wo stimmt die Infrastruktur? Wie sollte das Haus aussehen?

Dank Suchmaschine war dann schnell klar, dass es – falls es aktuell sein sollte – noch das ein oder andere Grundstück in der Nähe zu unserem damaligen Zuhause gab. Nicht direkt in der Nachbarschaft aber auch nur gut 10 Minuten Autofahrt entfernt. Also hat mein Mann gleich am Montag darauf bei der Gemeinde angerufen und gefragt, ob das noch aktuell wäre. War es. Und so kam der Stein so richtig ins rollen. Aus einer fixen Idee wurden sehr schnell konkrete Pläne und wer uns kennt weiß, wir machen schnell Nägel mit Köpfen. Also mit der Bank telefoniert, mit einigen Hausanbietern telefoniert und innerhalb von nur 5 Wochen wurde aus einer Idee, eine Unterschrift unter einem Hausbauvertrag, unter einem Kreditvertrag und auf dem Kaufvertrag des Grundstücks.

Was jetzt vielleicht für den ein oder anderen überstürzt klingen mag, war gut durchkalkuliert. Für unser altes Haus haben wir direkt auch eine Schätzung in Auftrag gegeben um besser kalkulieren zu können. Käufer fanden sich dann schneller als gedacht, sodass wir auch hier Planungssicherheit hatten.

Und so wurde aus einer fixen Idee ganz schnell unser neues Zuhause!

Im Nachhinein war es auch gut, dass alles so schnell ging, denn die Baupreise sind im Laufe der Bauzeit explodiert, es kam zu immer mehr Problemen in der Beschaffung von Material. Vor allem im Bereich Holz. Wir sind wirklich froh, die Entscheidung so schnell getroffen zu haben und eine Festpreisbindung vereinbart zu haben. So sind wir den ganzen Preiserhöhungen und dem Kuddelmuddel aus dem Weg gegangen.

Unser Haus wurde dann im August 2021 gestellt und die letzten Monate waren geprägt vom Innenausbau. Da wir beide zwei linke Hände haben, waren hier die Profis am Werk. Trotz Corona ging es auch ganz gut voran und es kam nur bei einem Gewerk zu Verzögerungen. So konnten wir dann tatsächlich Ende Januar umziehen.

Jeder, der schon mal umgezogen ist weiß, dass das Stress bedeutet. Aus einem Haus auszuziehen, in dem man fast 10 Jahre gelebt hat, ist noch mehr Stress, denn was sich da über die Jahre so ansammelt ist absolut verrückt. Natürlich haben wir schon Monate vor dem Umzug begonnen auszusortieren, Dinge zu verschenken, zu verkaufen oder auf den Wertstoffhof zu bringen. Aber kurz vor dem Umzug stellte sich dann heraus, dass das nur ein Tropfen auf den heißen Stein war.

Als ob das aber nicht schon genug wäre, galt es ja auch noch mein Studio umzuziehen – hunderte Kleinteile, alles zerbrechlich. Untergründe, Stative, Kameraequipment. Es waren Tausende von Handgriffen und der Umzug des Studios erwies sich als absolute Monster Aufgabe. Unendlich viele Fahrten vom alten ins neue Zuhause später, sind wir nun aber endlich angekommen und machen es uns gemütlich. Das Studio ist weitestgehend eingerichtet. Natürlich fehlt es hier und da noch an Kleinigkeiten aber das kommt mit der Zeit. Auch im Haus sind nun alle Kisten ausgepackt. Wenn das alte Haus nun Mitte des Monats an den Käufer übergeben wird, können wir nach anderthalb Jahren endlich wieder durchatmen.

Was nicht alles aus Langeweile und einer fixen Idee entstehen kann. Und das ist also der Grund, warum es hier die letzten Wochen so ruhig war. Ich hatte einfach keine Zeit und dann eine Zeit lang auch kein Studio mehr. Jetzt kann ich euch aber wieder häufiger mit schönen Rezepten versorgen und den Anfang macht dieser schnelle Apfel-Streusel-Kuchen.

Das Grundrezept stammt von meiner Schwiegermutter. Ich habe noch Streusel darauf gegeben und ein paar Mandelsplitter hinzugefügt und heraus kommt ein wirklich köstlicher Kuchen. Wenn ihr die Äpfel schält und klein schneidet bevor ihr beginnt, dann ist der Kuchen wirklich im Nu zusammen gerührt und bereit in den Ofen zu wandern. Ich mag Apfelkuchen am liebsten nur mit etwas Puderzucker, wer aber Sahne oder gar ein bisschen Vanillesauce dazu essen mag, nur zu.

Ich hoffe ihr macht den Kuchen mal nach und habt ganz viel Spaß mit diesem tollen Rezept!

5 from 1 reviews
Schneller Apfel-Streusel-Kuchen
 
Zutaten
  • Für den Apfelkuchen
  • 150 g Zucker
  • 4 Eier (M)
  • 1 TL Vanilleextrakt, selbst gemacht oder gekauft*
  • 150 g Butter, zerlassen und abgekühlt
  • 200 g Weizenmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 500 g Äpfel, geschält und entkernt
  • 2 große Äpfel
  • 1 Prise Salz
  • Für die Streusel
  • 200 g Weizenmehl
  • 120 g Butter
  • 100 g Zucker
  • ½ TL Zimt, gemahlen
  • Außerdem
  • 75 g Mandelstifte
  • Puderzucker
Zubereitung
  1. Zunächst die Streusel zubereiten. Dafür die Butter in einen kleinen Topf geben und zerlassen. Das Mehl mit dem Zucker und dem Zimt in eine Schüssel geben und vermengen.
  2. Die Butter hinzugeben und vorsichtig (heiß!) zu Streuseln verkneten. Zur Seite stellen.
  3. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine 26 cm Springform* fetten und mit Backpapier auskleiden.
  4. Für den Teig den Zucker zusammen mit den Eiern und dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine in 5 Minuten weißschaumig aufschlagen.
  5. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver in eine Schüssel geben und vermengen, dann mit der Butter zur Zuckermasse geben und vorsichtig unterrühren.
  6. Die Äpfel untermischen, den Teig in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen.
  7. Die beiden großen Äpfel schälen, entkernen und in Schnitze schneiden. Auf den Teig legen.
  8. Die Streusel darauf geben und gleichmäßig verteilen.
  9. Den Kuchen nun für 45-50 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Nach der Hälfte der Zeit die Mandelstifte auf den Streuseln verteilen.
  10. Den fertigen Kuchen (Stäbchenprobe!) aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und servieren.
  11. TIPP: Werden die Streusel zu dunkel, den Kuchen einfach mit Alufolie abdecken.
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2 Kommentare zu “Schneller Apfel-Streusel-Kuchen
 

  1. Liebe Janina,
    So ging es uns ebenfalls. Aus der Idee heraus, beginnen wir Ende des Monats mit unserem Hausbau, mit Ü60 ++
    Ihre Rezepte sind wirklich gut, bin froh, dass ich auf die Seite gestoßen bin.
    LG Beate

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