Klassisches Spritzgebäck
ohne Fleischwolf

Ist das jetzt klassisches Spritzgebäck oder handelt es sich schlicht um Butterkringel? Soll ich ehrlich sein? Nennt die Dinger, wie ihr wollt! Sie sind unverschämt lecker und wenn ich sie Butterkringel nenne, dann kann ich sie das ganze Jahr backen und nicht nur zu Weihnachten. Das klingt doch verlockend oder?

Ich liebe Spritzgebäck. Es ist mürbe, es ist sandig (natürlich äußerst positiv behaftet) und es ist kinderleicht herzustellen. Für die meisten Rezepte braucht man allerdings einen Fleischwolf. Während ich wohl im Besitz eines solchen bin, fehlt mir etwas anderes. Etwas ganz entscheidendes: Die Lust das Ding rauszuholen und danach auch wieder sauber zu machen.

Wer schon mal probiert hat, Spritzgebäck mit einer Tülle und einem Spritzbeutel zu machen, der weiß, warum es bei uns die letzten Jahre kein Spritzgebäck gab. Mehr als ein Mal habe ich das probiert, stand dabei dann jedes Mal fluchend in der Küche. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich dann ein paar Stränge aufs Backpapier gespritzt – eher schlecht als recht. Die Hand tat weh aber wenn ich Glück hatte, dann war der Beutel noch intakt und nicht schon gerissen. Auch das ist mir nämlich schon passiert.

Ich sag’s euch… Spritzgebäck is no joke! 🙂
Dieses Jahr wollte ich das Thema dann endlich nochmal angehen. Ich liebe Spritzgebäck einfach. Also habe ich im Netz ein wenig recherchiert und bei der lieben Stephie von Meine Küchenschlacht das Rezept für Spritzgebäck gefunden. Die Kringel sahen bei ihr so perfekt aus, dass ich dachte, ich geb’ dem Ganzen mal eine Chance und was soll ich sagen?

Nicht nur ich bin begeistert. Auch der Gatte kann gar nicht genug davon kriegen. Noch bevor ich die Schokolade schmelzen und die Pistazien hacken konnte, stand mein Mann schon in der Küche und meinte “Ohhhh, die lieb’ ich!” Und nein, er meinte damit nicht mich 🙂
Er musste sofort an die Butterkringel aus diesen gemischten, dänischen Keksdosen denken und hat sich gefreut wie ein kleines Kind, als er festgestellt hat, dass die Butterkringel auch so schmecken!

Deswegen wird es diese Kekse nun sicherlich auch außerhalb der Weihnachtszeit bei uns geben. Es muss nicht unbedingt Dezember sein um Plätzchen und Kekse aller Art machen und naschen zu dürfen oder?

Und wer jetzt Lust auf eine extra große Portion Spritzgebäck bekommen hat, der darf sich das Rezept hier gerne genauer anschauen:

Klassisches Spritzgebäck
 
Ergibt: 2 Bleche
Zutaten
  • Für den Teig
  • 200 g Butter, zimmerwarm
  • 100 g Puderzucker
  • 3 Eigelbe (M)
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Außerdem
  • 250 g Zartbitter Kuvertüre*
  • gehackte Nüsse, Mandeln, Pistazien etc.
Zubereitung
  1. Die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine in einigen Minuten schaumig aufschlagen.
  2. Die Eigelbe hinzugeben und ebenfalls für 2 Minuten unterschlagen.
  3. Anschließend das Mehl zur Ei-Butter-Masse geben und unterrühren.
  4. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche bereit stellen.
  5. Den Teig in einen Spritzbeutel mit einer ca. 15 mm großen (offenen) Sterntülle* geben und fest verschließen.
  6. Den Teig nun in der gewünschten Form aufs Backblech spritzen und sofort für 11-13 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
  7. Das Spritzgebäck heraus nehmen, einige Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  8. Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und in eine Schüssel geben. Das Spritzgebäck zur Hälfte darin eintauchen, auf ein Backpapier legen und mit gehackten Nüssen nach Wahl bestreuen.
  9. Die Kuvertüre fest werden lassen und das Spritzgebäck anschließend in eine Keksdose geben.
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