Der wohl saftigste Nusskuchen
den es gibt

Nachdem ich gestern auf meiner Facebook Seite zwei Rezepte zur Auswahl gestellt habe, war der ziemlich eindeutige Gewinner dieser Nusskuchen. Ich meine, ich kann absolut nachvollziehen, dass die meisten unbedingt dieses Rezept haben wollten denn ich kenne das nur zu gut und es ist reine Folter: trockener Nusskuchen. Schon oft gegessen und jedes Mal wieder enttäuscht. Wenn man dann – wie ich – nicht mal Kaffee trinkt um ihn runterzuspülen und bei jedem gesprochenen Wort aufpassen muss den Gegenüber nicht in Nusskuchen zu panieren, dann macht das Kuchen essen einfach keinen Spaß.Derweil kann es doch so einfach sein. Im Endeffekt braucht ihr nur eine gute handvoll Zutaten, die ihr sicherlich zum größten Teil schon im Vorratsschrank habt. Dann noch eine Gugelhupfform und es kann losgehen. Ich habe mir übrigens im Dezember letzten Jahres diese hier* gegönnt und bin ganz verliebt. Klassischer Gugelhupf hin oder her – diese Form macht auf der Kaffeetafel einfach so viel mehr her. Ich bin ja schon so ein ganz kleines bisschen verliebt.

Aber um mal kurz auf das Thema zurück zu kommen – findet ihr trockenen Kuchen nicht auch schrecklich? Also  ich meine nicht trockenen Kuchen im Sinne von “ohne Sahne oder ohne Früchte” sondern im Sinne von TROCKEN. TOT. Ich will hier niemanden an den virtuellen Pranger stellen aber ich kenne da jemanden, der zu jedem Geburtstag und jeder Feier einen furztrockenen Kuchen serviert. So trocken, dass man sich gerne das kleinste und dünnste Stück nimmt und das im besten Fall auch noch mit jemandem teilt. Sofern sich denn ein Opfer findet. Das ist so grausam und das kann man den Zutaten – geschweige denn den Essern – nicht antun. Ihr seht schon. Ich bin traumatisiert. Deshalb werde ich euch hier nie Rezepte, an die Hand geben, die zu trockenen Folterkuchen führen. Nur eines müsst ihr selbst beachten: Die Backzeit kann, abhängig vom Ofen, ein wenig variieren. Also lieber ein paar Minuten eher die erste Stäbchenprobe machen und den Kuchen rechtzeitig vor der glühenden Hitze des Ofens retten.

Ihr seht schon, das Thema beschäftigt mich. Sehr. Denn ich finde Rührkuchen sind absolut vernachlässigt und es wäre schön, wenn man eine Art Revolution starten könnte: Keine Macht den trockenen Kuchen! Saftige Rührkuchen an die Spitze. Oder irgendwie so… vielleicht steigt mir auch nur der Schlafentzug langsam zu Kopf und ich kann nicht mehr klar denken. Aber ab Freitag bin ich dann erst mal 10 Tage im wohlverdienten Urlaub und in großer Hoffnung, dass das Kind endlich wieder in seinen gewohnten “Ich-bin-nicht-krank-und-schlafe-eigentlich-ganz-okay” Zustand zurück findet, Die Hoffnung stirbt zuletzt oder wie sagt man so schön? 🙁

Der wohl saftigste Nusskuchen den es gibt
 
Für eine Gugelhupfform* oder eine Kastenform von 30 cm* Länge
Zutaten
  • 300 g Haselnüsse, ganz oder gemahlen
  • 250 g Butter, zimmerwarm
  • 225 g Zucker
  • 5 Eier (M)
  • ½ TL Vanillepaste, selbstgemacht oder gekauft*
  • 150 g Weizenmehl (Type 405)
  • 2 TL Weinsteinbackpulver*
  • 1 EL Rum*
  • 1 Prise Salz
Zubereitung
  1. Bestenfalls mahlt ihr eure Haselnüsse selber. In diesem Fall den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, die Haselnüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und auf mittlerer Schiene ca. 8-10 Minuten rösten. Aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und anschließend in der Küchenmaschine zerkleinern.
  2. Die Butter zusammen mit dem Zucker und der Vanillepaste in einr Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Das dauert einige Minuten.
  3. In der Zwischenzeit die Eier trennen, den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Backform fetten.
  4. Ein Eigelb nach dem anderen zur Buttermasse geben und kräftig unterrühren.
  5. Das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz in eine saubere Schüssel geben und steif schlagen. Hierfür müssen alle Teile absolut fettfrei sein.
  6. Nun das Backpulver zum Mehl geben und beides miteinander vermischen. Das Mehl und die gemahlenen Nüsse zur Butter-Eimasse geben und kurz unterrühren.
  7. Anschließend den Rum dazugeben und ebenfalls unterrühren.
  8. Die Hälfte des Eischnees zum Teig geben und vorsichtig unterheben. Mit der zweiten Hälfte ebenso verfahren.
  9. Den Teig nun in die gefettete Form geben und den Kuchen auf mittlerer Schiene für ca. 40-45 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.
  10. Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, 15 Minuten abkühlen lassen und auf ein Kuchengitter* stürzen. Hier vollständig abkühlen lassen.
  11. Mit Puderzucker bestäuben und servieren.

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8 Kommentare zu “Der wohl saftigste Nusskuchen
den es gibt

  1. Den Nusskuchen habe ich gestern nachgebacken. Einen besseren, saftigeren habe ich noch nie probiert! Ein supertollen Rezept! Danke dafür! ?

  2. Hahaha sein Gegenüber mit Nusskuchen panieren – musste so lachen grad 😉 :-D. Ich hab glaub fast das selbe Rezept wie das hier und auch ich hasse trockene Rührkuchen. Werde demnächst Deins ausprobieren! LG Miri

  3. Da hast du vollkommen Recht mit den trockenen Kuchen?. Ich hab’s so gelöst, dass ich bei Einladungen wo trockene Sachen drohen frage, ob ich nicht ein Torterl machen darf. Mittlerweile wissen alle, dass ich gern und gut backe und nehmen dankbar an??, und dein Rezept probier ich sicher bald aus. LG Elisabeth

    1. Hallo liebe Elisabeth,
      ja das stimmt wohl… trockener Kuchen ist echt schlimm. Umso besser, wenn du dir so aus der Patsche helfen kannst 🙂
      Ich selbst bringe tatsächlich relativ selten Kuchen oder Torten mit und bin immer ganz froh, wenn ich mal nicht backen muss sondern mich bebacken lassen darf… Vorausgesetzt es schmeckt 😀
      Liebe Grüße
      Janina

  4. Unser Standartkuchen für Weihnachten, Ostern und zwischendurch. Einfach nur superlecker! Die Hälfte meiner Lieblingsrezepte stammt von hier ? vielen Dank das du diese mit uns teilst ❤

    1. Oh wow, das freut mich sehr liebe Aileen! Hab ganz, ganz lieben Dank für deinen netten Kommentar! Du versüßt mir gerade das Wochenende.
      Ganz liebe Grüße
      Janina

    2. Hallo liebe Aileen,
      entschuldige meine späte Antwort. Irgendwie sind ein ganz Haufen Kommentare in meinem Spam Ordner gelandet 🙁 Ich freue mich RIESIG über deinen Kommentar. Hab ganz, ganz lieben Dank, dass du dir dafür die Zeit genommen hast. Und du erinnerst mich daran, dass ich den Nusskuchen dringend mal wieder backen muss. Den lieben wir nämlich auch.
      Hab eine gute Zeit
      Viele liebe Grüße
      Janina

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