Nusszopf
 

Zur Feier des Tages habe ich heute einen köstlichen Nusszopf vorbereitet… Zur Feier des Tages? Nein, ich habe Muttertag nicht verschlafen und poste mein Rezept nicht aus Versehen zwei Tage zu spät…
Zur Feier des Tages deshalb, weil heute der letzte Arbeitstag vor meinem Urlaub ist. So viele Pläne hatten mein Mann und ich für dieses Jahr. Nach Argentinien wollten wir – mit dem Rucksack, dreieinhalb Wochen, von Buenos Aires bis runter in den Süden nach Ushuaia.

Hört sich das nicht toll an? Die Flüge waren schon herausgesucht und der Urlaub beantragt… Und dann meinte es das Schicksal leider nicht so gut mit uns… Das Jahr hat sehr unschön begonnen und aus familiären Gründen möchte ich nicht in die Abgeschiedenheit Argentinies reisen – nicht in ein Land, wo es schwierig sein könnte schnell wieder nach Hause zu kommen… Auch wenn das Unangenehmste überstanden ist, so bleibt doch ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Und deshalb haben wir den Argentinien Urlaub auf nächstes Jahr verschoben. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben… :o) Und ganz verzichten tun wir dieses Jahr auch nicht… Es geht Mittwoch morgen in den Urlaub – das haben wir gestern ganz spontan beschlossen und gebucht und das ist ein weiterer Grund sich zu freuen.

Aber jetzt bin ich ein bisschen vom Thema abgekommen – Nusszopf zur Feier des Tages! Meine Batterien sind leer und deshalb freue ich mich auf diesen Urlaub (fast) mehr als auf alle bisherigen. Und um den Urlaub feierlich zu beginnen, gönne ich mir heute zum Feierabend ein dickes, fettes Stück saftigen Nusszopf. Mein Mann und ich hatten lange Zeit einen kleines Ritual: Immer freitags nach Feierabend haben wir uns bei einem kleinen Bäcker hier in der Gegend zwei, drei Stücke Kuchen gekauft, es uns auf der Couch gemütlich gemacht und den Kuchen verspeist. Danach gabs meist noch ein kleines Verdauungsnickerchen. Schade, dass wir dieses Ritual haben einschlafen lassen… Vielleicht sollten wir es im Winter wieder zum Leben erwecken – nur mit selbstgebackenem Kuchen (oder Nusszopf) natürlich. Und da heute ja quasi schon mein Freitag ist gibt es eben diesen Zopf.

Lange Rede, kurzer Sinn… Deshalb nun endlich das Rezept! Der Nusszopf schmeckt übrigens am nächsten Tag auch noch wunderbar frisch und saftig!

Nusszopf
 
Zutaten
  • Für den Teig braucht ihr:
  • 500-550 g Weizenmehl (Type 550)
  • 250 ml Milch
  • 20 g Hefe
  • 60 g Zucker
  • 75 g Butter
  • 1 Ei (M)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb einer halben Biozitrone
  • Für die Füllung braucht ihr:
  • 300 g Haselnüsse
  • 150 ml Milch
  • 150 g Zucker
  • 1 EL Vanilleextrakt, selbstgemacht oder gekauft*
  • 1 TL Zimt*
  • Abrieb einer halben Biozitrone
  • Vor dem Backen
  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch
  • Für den Guss braucht ihr:
  • 100 g Puderzucker
  • 2 EL Milch
Zubereitung
  1. Für den Hefeteig zunächst die Milch lauwarm erhitzen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde formen und die Hefe in die Mulde bröckeln. 1 EL des Zuckers zur Hefe geben und ein bisschen warme Milch dazugeben. Die Hefe-Milch Mischung mit ein bisschen Mehl bedecken und so für ca. 15 Minuten stehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Butter zerlassen und abkühlen lassen.
  3. Wenn die Hefe aktiviert ist, die restlichen Zutaten mit in die Schüssel geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Dieser sollte sich fast vollständig vom Schüsselrand lösen. Den Teig dann für 1-2 Stunden abgedeckt gehen lassen.
  4. Während der Teig geht, kann die Füllung zubereitet werden. Dazu die Haselnüsse im Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 5-8 Minuten rösten. Aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Im Blitzhacker fein hacken (ich lasse immer noch ein paar Stücke drin aber es ist euch überlassen, wie ihr es am liebsten mögt).
  5. In einem kleinen Topf die Milch zusammen mit dem Zucker, dem Zimt, dem Vanilleextrakt und dem Abrieb der Zitrone aufkochen. Dann die gemahlenen/gehackten Nüsse dazu geben und unter Rühren für 2 Minuten erhitzen. Von der Platte nehmen und abkühlen lassen.
  6. Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat wird er auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 40x30 cm ausgerollt. Die Haselnussmasse mit einem Teigspachtel auf dem Rechteck verteilen.
  7. Von der Längsseite her aufrollen. Die Rolle der Länge nach bis zur Mitte einschneiden und dann die Hälften umeinander schlingen. Die Enden zusammen nehmen und unter dem Zopf verstecken. Dann die andere Hälfte ebenfalls der Länge nach aufschneiden und genauso verfahren wie mit der ersten Hälfte.
  8. Und weil sich das theoretisch sehr kompliziert anhört, habe ich für euch zur Veranschaulichung ein paar Fotos gemacht:
  9. Den Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, abdecken und für 15-20 Minuten gehen lassen.
  10. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn der Zopf nochmal ein bisschen gegangen ist, das Eigelb zusammen mit der Milch verschlagen und mit einem Pinsel den Zopf großzügig bepinseln.
  11. Den Zopf ca. 45 Minuten auf unterster Schiene backen.
  12. Gegen Ende der Backzeit den Puderzucker mit der Milch vermischen. Den Zopf aus dem Ofen holen und kurz abkühlen lassen. Den noch warmen Zopf mit dem Guss einstreichen.

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14 Kommentare zu “Nusszopf
 

  1. Bin durch Zufall auf das Rezept gestoßen und ich muss sagen – einfach genial!!
    Nusszopf ist für mich Kindheit schlechthin und deswegen musste ich das Rezept sofort ausprobieren. Er ist super gelungen, genauso wie in dem Rezept beschrieben und schmeckt einfach göttlich!

    Meine Arbeitskollegen waren auch total begeistert, die durften nämlich als Verkoster herhalten 😉

    1. Hallo liebe Caro!
      Danke für deinen lieben Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir der Zopf gelungen ist und allen geschmeckt hat! Du erinnerst mich daran, dass der Beitrag dringend neue Bilder braucht 😉
      Liebe Grüße
      Janina

  2. Also jetzt hab ich dieses Zöpfle schon zum wiederholten Male gebacken und ich habe das Gefühl, der wird immer größer ?. Das Rezept ist absolut gelingsicher.? Selbst bei arg verfressenen Mitessern wird der nicht alle. Ich friere meist den Rest ein, dann hab ich ein paar Tage später nochmal einen ganz frischen Zopf.
    LG Peggy

    1. Hallo liebe Peggy,
      hach das freut mich ungemein denn genau so soll es ja sein 🙂
      Ich sollte ihn auch unbedingt wieder mal backen!
      Liebe Grüße
      Janina

  3. Hallo Janina. Da ich auf der Suche nach einem saftigen Nusszopfrezept war bin ich auf deine Seite gestoßen. Das Rezept und die Erklärung dazu fand ich genial und das Bild hat mir nicht zuviel versprochen. Ich backte heute genau nach deiner Anleitung den Nusszopf und muss sagen *WOW* was ein geniales Rezept. Noch nie habe ich so einen leckeren Zopf gegessen. Ich werde nach weiteren tollen Rezepten schauen und dir Rückmeldung geben. Vielen Dank für deine wunderschöne Website mit mega tollen Rezepten.

    Bis bald viele Grüße Katrin :-))

    1. Hallo liebe Katrin,
      Entschuldige meine verspätete Antwort! Vielen, vielen Dank für deinen lieben Kommentar und es freut mich natürlich ungemein, dass dir der Zopf so gut geschmeckt hat! Vielleicht findest du ja noch das ein oder andere Rezept auf meinem Blog, das dir gefällt 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Janina

  4. Hallo Janina,
    Das war der beste Nusszopf den ich je gegessen habe. Vielen Dank für das wundervolle Rezept.
    Liebe Grüße
    Daniela

  5. Emmm.. Vielen Dank !!
    Absolut lecker..Meine Familie war auch total begeistert.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen guten Start in das neues Jahr☘.

  6. Der Zopf ist prächtig gelungen. Habe mit Trockenhefe gearbeitet und statt Haselnüsse habe ich gemahlene und gehackte Mandeln verwendet. Vielen Dank für dieses Rezept! Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Hallo liebe Kerstin,
      oh da freu ich mich aber, dass du dir die Zeit genommen hast, mir einen Kommentar da zu lassen 😀
      Freut mich, dass alles gelungen ist! Die Idee mit den Mandeln ist gut, ich würde dann vermutlich noch ein bisschen Marzipan mit in die Füllung einarbeiten 😛
      Ganz liebe Grüße
      Janina

  7. Erster Zopf ein Traum, obwohl ich mit dem Rezept etwas experimentiert habe Dinkel Mehl und Stevia statt Zucker, ein kleiner schluck Rum ist noch in die Füllung gerutscht. Doch dank der tollen Anleitung ist er super geworden. Den Zopf ganz stolz bei der ganzen Familie verteilt. Werde weitere Rezepte ausprobieren. Vielen Dank für die tolle Anleitung!

    1. Hallo liebe Kira,
      das freut mich ungemein! Die Anleitung ist immer gern gesehen habe ich festgestellt 🙂
      Ein Schluck Rum in der Füllung hört sich gut an und das muss ich auch mal ausprobieren
      Hab lieben Dank für deinen Kommentar
      Liebe Grüße
      Janina

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