Mandel-Himbeer-Tarte
mit Frangipane-Füllung

Erst Erdbeerbowle, dann Träubleskuchen und zuletzt noch eine Panna Cotta mit Erdbeeren – und es ist kein Ende in Sicht. Ihr denkt euch jetzt sicher „Jetzt kommt die Alte schon wieder mit einem Beeren Rezept umme Ecke“ und was soll ich da groß drauf antworten? Ja, da habt ihr Recht. Heute serviere ich euch eine leckere Mandel-Himbeer-Tarte. Man muss den Sommer auskosten so lange es geht und da gehören Beeren für mich eindeutig dazu. Macht euch also die nächsten Wochen noch auf das ein oder andere beerige Rezept gefasst.In meinem Kühlschrank wimmelt es nur so vor Beeren. Aktuell habe ich vier verschiedene Sorten darin und zwar in allen möglichen Variationen – Erdbeeren, Himbeeren, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren. Ein Teil ist zum pur essen gedacht, ein anderer für Marmelade, die Johannisbeeren werden zum Teil Gelee und zum Teil zu Fruchtmarkt verarbeitet und eingefroren und die Stachelbeeren in ein köstliches Dessert verwandelt. Ihr sehr schon, ausruhen ist nicht! Auch wenn draußen die Sonne ruft! Aber heute geht es ja erstmal um diese köstliche Tarte!

Ich liebe Himbeeren. Frisch vom Markt oder – besser noch – frisch vom Strauch. Eine große Schüssel könnte ich im Handumdrehen verputzen, wäre da nicht mein kleiner Sohn, der meist mehr als die Hälfte für sich beansprucht. Hach, waren das noch Zeiten, als ich nicht teilen musste 🙂 Mein Mann isst Beeren (und generell Obst) ja nur, wenn man sie ihm in Form von Backwaren unterjubelt. Himbeeren pur? Eine vielleicht. Erdbeeren? Nur gesüßt und mit Sahne bitte. Männer eben. Und da sind wir grundverschieden. Während er wahrscheinlich gerne noch mehr Himbeeren in der Tarte gehabt hättte, war es für mich gerade noch so akzeptabel. Denn aus irgendeinem Grund mag ich keine Himbeeren im Kuchen. Nicht, wenn sie erwärmt wurden und dann nur noch ein Schatten ihrer selbst sind. Schon komisch irgendwie. Wenn ihr gebackene Himbeeren also gerne mögt, dann dürft/sollt/könnt ihr gerne noch ein paar mehr in die Mandelmasse drücken. Tut euch keinen Zwang an!

Ich habe ja realtiv lange nach einer Tarteform gesucht, die einen etwas höhren Rand hat. Die meisten Tarteformen sind relativ flach und das Verhältnis von Teig zu Füllung in meinen Augen oft nicht optimal. Anders bei dieser Form*. Der Rand ist hoch genug, die Beschichtung toll und man kann sie prima für süße Tartes oder herzhafte Quiches benutzen. Solltet ihr aber keine solche Form haben, könnt ihr problemlos auf eine normale Springform zurückgreifen und den Rand ca. 3-4 c, hochziehen. Das klappt auch prima.

Auf die Mandelfüllung bin ich übrigens gekommen, als wir im März in Marokko waren. Dort haben wir in einer kleinen Patisserie viele verschiedene süße Teilchen gekauft und uns durchprobiert. Uns haben die kleinen Mandeltartes am allerbesten geschmeckt. So gut, dass wir vor unserer Abreise noch ein halbes Dutzend gekauft haben um genug Proviant für die Rückreise zu haben *räusper* und nein, wir sind nicht zu Fuß nach Hause gelaufen 🙂 Aber die Füllung war so köstlich, dass ich mich die nächsten Tage davon hätte ernähren können. Wenn ihr also keine Lust auf Himbeeren habt, dann spricht auch absolut überhaupt gar nichts dagegen, die Tarte ohne jegliche Frucht zu backen und den puren Mandelgeschmack zu haben. Solltet ihr definitiv mal ausprobieren!

Ach ja, und lasst die Tarte am besten eine Nacht durchziehen – dann schmeckt die Füllung deutlich intensiver!

 

Mandel-Himbeer-Tarte mit Frangipane-Füllung
 
Für eine 25 cm Tarteform*
Zutaten
  • Für den Boden
  • 250 g Weizenmehl
  • 125 g Zucker
  • 100 g Butter, kalt
  • 1 Ei (M)
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • Für die Füllung
  • 225 g Mandeln, gemahlen mit oder ohne Haut
  • 190 g Zucker
  • 190 g Butter, weich
  • 75 g Mehl
  • 3 Eier (M)
  • 3 EL Rum
  • Außerdem
  • 250 g Himbeeren
  • 50 g Mandelblättchen
  • Puderzucker
Zubereitung
  1. Für den Boden alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine, dem Handrührgerät oder von Hand zügig zu einem glatten Teig verkneten.
  2. Die Backform mit dem Mürbteig auslegen und dabei einen ca. 4 cm hohen Rand hochziehen. Den Teig mit der Gabel mehrfach einstechen und anschließend in den Kühlschrank geben.
  3. Den Backofen nun auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Für die Füllung die Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine schaumig aufschlagen. Das dauert einige Minuten.
  5. Nun den Rum, die Eier, die Mandeln und das Mehl dazugeben und unterrühren bis eine homogene Masse entstanden ist.
  6. Die Mandelcreme nun auf den vorbereiteten Boden streichen.
  7. Die Himbeeren auf der Mandelmasse verteilen und leicht in die Masse reindrücken.
  8. Die Mandelblättchen darauf verteilen.
  9. Die Tarte nun auf mittlerer Schiene für ca. 50-55 Minuten backen (Stäbchenprobe!)
  10. Abkühlen lassen, etwas Puderzucker darauf geben und servieren!
  11. Am Besten schmeckt die Tarte, wenn sie ein bis zwei Tage durchziehen konnte

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3 Kommentare zu “Mandel-Himbeer-Tarte
mit Frangipane-Füllung

  1. Jetzt ist Beerenzeit, da muss man so viele Rezepte wie möglich mit denen backen, kochen, servieren 🙂 Also mich langweilst du damit auf gar keinen Fall! Deine Tarte sieht herrlich aus.
    Lg, Miriam

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