Himbeer Curd
Sommer im Glas

Okay, neue Tag, selbe alte Leier… Die Beerensaison ist in vollem Gange… Muss man ausnutzen… Bla, bla, bla. Wer es nicht mehr lesen kann, der sollte einfach wegschauen. Aber man könnte es unter Umständen ganz bitterlich bereuen – denn heute verrate ich euch mein Rezept für ein unfassbar cremiges und sehr aromatisches Himbeer Curd. Als ich neulich für (m)einen Geburtstag etwas Neues backen wollte, war mir schnell klar, dass es Cupcakes sein sollten. Und weil ich es immer spannender finde, Cupcakes auch noch zu füllen, habe ich das erste Mal in meinem noch so jungen Leben *räusper* Himbeer Curd gemacht. Und ich bin angefixt. Es schmeckt super cremig, leicht säuerlich, nicht zu süß und es ist so vielseitig einsetzbar.

Man kann eine Buttercreme damit aromatisieren, Mascarponecremes verfeinern, Cupcakes füllen oder es sich einfach großzügig aufs Brötchen schmieren. Einen Haken? Hat das Ganze natürlich auch. Wie so ziemlich alles. Himbeeren schmecken grandios aber diese vielen, kleinen Kernchen 🙁 Während sie mich nicht stören wenn ich die leckeren kleinen Beeren pur esse so stören sie mich in allem anderen umso mehr – Marmelade, Eis, Curd… Geht nicht mit Kernen! Und deshalb empfehle ich euch dringend, sie einmal durch ein Sieb zu streichen oder – wenn ihr eine habt – durch die Flotte Lotte* zu passieren. Ich habe in irgendeinem Beitrag neulich schon mal erwähnt, wie froh ich bin die Anschaffung letztes oder vorletztes Jahr getätigt zu haben. Selbst für die noch so kleinste Menge hole ich die Passiermühle aus dem Schrank weil es einfach viel schneller geht…

Wenn ihr übrigens eine etwas dickere Konsistenz haben wollt, dann müsst ihr das passierte Himbeerpüree vor der Verarbeitung zum Curd einfach noch 5-10 Minuten sprudelnd kochen lassen. Das spritzt zwar ein wenig aber es verdampft ein Großteil des Wassers, der Geschmack wird intensiver und die Konsistenz verändert sich dementsprechend auch. Und wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch noch 25-50 g mehr Butter dazugeben. Dann habt ihr spätestens nach dem Abkühlen eine dickere Konsistenz. Zum Füllen von Cupcakes (oder zum Aromatisieren einer Swiss Meringue Buttercream) war das Curd aber genau richtig!

Himbeer Curd
 
Zutaten
  • 500 g Himbeeren, frisch oder gefroren
  • 170 g Zucker
  • 1 Zitrone, den Saft davon
  • 2 Eier (M)
  • 4 Eigelb
  • 100 g Butter
Zubereitung
  1. Die Himbeeren pürieren und durch ein feines Sieb streichen oder durch die Flotte Lotte* drehen.
  2. Das Himbeerpüree nun mit dem Zucker, den Eiern, Eigelben und dem Zitronensaft vermischen und über einem Wasserbad (die Schüssel sollte das heiße Wasser nicht berühren) so lange aufschlagen, bis die Masse eindickt.
  3. Sobald die Masse schön cremig ist, die Butter dazugeben, schmelzen lassen und die Schüssel nun vom Wasserbad nehmen. Mit einem Handrührgerät ca. 1 Minute kräftig aufschlagen.
  4. Den fertigen Curd nun in ein sterilisiertes Glas geben, abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

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3 Kommentare zu “Himbeer Curd
Sommer im Glas

  1. Ich habe letztes Jahr Heidelbeer Curd gemacht -wurde fast genau so vorbereitet und eieieiei, ich hätte die Gläser löffelweise leeren können!!! So mega lecker! Und der Vorteil bei Heidelbeeren ist, dass die keine störenden Kerne haben 😉
    Lg, Miriam

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