Klassischer Vanillepudding
mit Himbeerkompott

Ich bin kein Fan von Tütchen. Und ich bin kein Fan von Diäten. Beides kommt euch jetzt zugute, denn auch wenn viele von euch vielleicht Vorsätze für das neue Jahr haben, bei mir gibt es weiterhin Kuchen, Torten und – wie in diesem Fall – Pudding! Ich habe nie verstanden, warum es für so einfache Rezepte wie Vanillesauce oder Vanillepudding Tütchen herhalten müssen. Wenn man ein klein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl hat, dann kann man das ganz einfach selbst machen. Das ist nicht nur gesünder sondern schmeckt auch lecker.

Ich kann diesen künstlichen Vanillegeschmack in Vanillin Zucker und billigem Vanillepuddingpulver nicht leiden. Ich weiß, für viele ist das eine Erinnerung an die Kindheit und das verstehe ich natürlich. Aber mit richtigem Vanillegeschmack hat das nichts zu tun.

Was enthält denn so ein Päckchen Puddingpulver denn in den meisten Fällen? Stärke, Aroma und Farbstoff. Denn die leicht gelbe Farbe des Vanillepuddings kommt durch Eigelb zustande und das kann man in so einem Fall nur durch Farbstoff imitieren.

Wer sich nicht zutraut einen Pudding selbst zu kochen oder vielleicht einfach aus Bequemlichkeit darauf zurückgreift, der sollte zumindest ein gutes und damit meist auch deutlich teureres Produkt nehmen.

Versteht mich nicht falsch, ich urteile nicht. Ich möchte euch nur verdeutlichen, was drin ist und euch gleichzeitig zeigen, wie schnell und einfach ihr Pudding selbst machen könnt!

Ihr braucht nur wenige Zutaten. Eigelb, Milch, Stärke, Zucker und ein wenig Vanille. Wer es etwas dekadenter mag und so rein gar nicht auf Kalorien bedacht ist, kann auch einen Teil der Milch durch Sahne ersetzen. Feel free (und gib mir was ab)!

Damit auch wirklich nichts schief geht, möchte ich euch hier noch ein zwei Infos zusätzlich zum Rezept geben.

Beachtet die Reihenfolge des Rezepts, dann kann nichts schief gehen. Dass ihr die Stärkemischung nicht direkt in die heiße Milch kippt sondern erst zwei bis drei Schöpflöffel unterrührt dient einerseits dazu, die Temperaturen aneinander anzugleichen. Andererseits stockt das Eigelb dann nicht auf einmal und ihr bekommt keine Klümpchen.

Dann solltet ihr den Pudding unter Rühren so lange erhitzen bis er deutlich andickt. Lasst ihn aber bitte nicht sprudelnd kochen sonst bekommt hat der Pudding ein seltsam grisseliges Mundgefühl beim Essen. Das kommt dann vom gekochten Eigelb.

Gießt den fertigen Pudding einmal durch ein Sieb und – sofern ihr so seid wie ich und ihr keine Haut auf dem Pudding mögt – deckt ihn direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie ab. Also wirklich so, dass die Frischhaltefolie auf dem Pudding aufliegt. Ihr könnt den Pudding jetzt entweder heiß oder lauwarm essen, bei Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann genießen oder auch bis zu 3 Tagen im Kühlschrank aufbewahren.

Wenn ihr den Pudding im Kühlschrank aufbewahrt habt, dann rührt ihn vor dem Verzehr noch einmal mit einem Schneebesen durch und er ist wieder glatt und wunderbar samtig.

Ich habe euch das Rezept für mein einfaches Himbeerkompott auch noch aufgeschrieben. Ich habe eigentlich immer gefrorenes Obst im Gefrierschrank und finde, dass die Säure der Himbeeren perfekt zum cremigen Vanillepudding passt. Aber macht das so, wie ihr das mögt!

Und jetzt: Ab an den Herd! Genießt selbst gemachten Vanillepudding! Ich verspreche euch: Danach gibt es kein zurück mehr!

Klassischer Vanillepudding mit Himbeerkompott
 
Zutaten
  • Für den Pudding
  • 500 ml Vollmilch
  • 75 g Zucker
  • 2-3 TL Vanilleextrakt, selbstgemacht oder gekauft*
  • 25 g Speisestärke
  • 3 Eigelbe (M)
  • 1 Prise Salz
  • Für das Himbeerkompott
  • 400 g Himbeeren, gefroren
  • 3 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL Speisestärke
Zubereitung
  1. Für den Pudding die Milch zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben und langsam erhitzen.
  2. In einer Schüssel die Eigelbe mit der Speisestärke und der Prise Salz glatt rühren.
  3. Sobald die Milch einmal aufgekocht ist, zwei bis drei kleine Schöpfkelle der heißen Milch in einem dünnen Strahl und unter ständigem Rühren zur Eigelbmasse geben.
  4. Nun die Eigelbmasse unter Rühren zur heißen Milch geben und langsam erhitzen bis die Masse deutlich andickt.
  5. Den Pudding nun in eine Schüssel füllen und direkt auf der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.
  6. Den abgekühlten Pudding mit einem Schneebesen nochmals durchrühren. Nun in kleine Gläser portionieren.
  7. Für das Himbeerkompott 300 g der gefrorenen Himbeeren zusammen mit dem Zucker und dem Vanilleextrakt in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren auftauen lassen.
  8. Einige Minuten köcheln lassen, dann die Stärke mit etwas Wasser anrühren und die Himbeeren damit Stück für Stück bis zur gewünschten Konsistenz andicken lassen. Zwischendurch immer wieder aufkochen lassen, damit die Stärke binden kann.
  9. Sobald das Kompott die gewünschte Konsistenz hat, die restlichen Himbeeren unterrühren und den Topf vom Herd nehmen.
  10. Die Himbeeren auf den Pudding geben und servieren.
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