Zürcher Geschnetzeltes
mit Champignons

Nachdem es jetzt jede Menge Süßkram auf meinem Blog gab, muss dringend mal wieder etwas Herzhaftes her. Und da habe ich heute dieses Zürcher Geschnetzeltes für euch. Ob da nun Pilze im Allgemeinen oder Champignons im Speziellen hinein gehören, da scheiden sich die Geister aber für uns gehören sie rein. Während ich ja zugegebenermaßen nicht der größte Pilzesser auf diesem Planeten bin (nämlich genau zu 0,0%), mögen mein Mann und mein Sohn Pilze sehr gerne.Der Pilzgeschmack in der Sauce macht mir überhaupt nichts aus, was ich aber überhaupt nicht ausstehen kann ist der pilzige Geschmack beim draufbeißen und schon gar nicht die Textur zwischen den Zähnen. Und wenn ihr mir hier großzügig Geschnetzeltes auf den Teller schaufle, dann geb‘ ich meinem Sohn immer die Pilze ab. Mama teilt also quasi nur das Beste mit ihrem Kind 😀

Wenn ich mich recht erinnere, dann gab es bei uns daheim Geschnetzeltes auch grundsätzlich ohne Pilze denn mein Bruder und mein Vater mögen auch keine 🙂 Meine arme Mutter musste schon manchmal etwas mitmachen mit uns. Wenn es etwas das erste Mal zu essen gab, war meine Standardfrage, ob mein Vater das auch schon gegessen hat. Denn was er nicht mochte, hab ich auch nicht gegessen. Das wäre ja im Grunde auch kein Problem, wenn mein Vater nicht so ein furchtbar neisiger/gnäschiger/heikler Esser wäre (wie ist das Wort dafür in eurem Dialekt?). Er isst viele Dinge nicht und probiert auch selten Neues aus. Das hat sich bei mir inzwischen zum Glück verloren und ich bin froh, dass mein Mann alles isst. So können wir unserem Sohn alles einflößen in der Hoffnung, dass sein Geschmack später möglichst breit gefächert ist. Daumen drücken.

Bei uns gibt es zu Geschnetzeltem eigentlich immer Nudeln. Ich liebe das und wenn ich ehrlich bin, dann ist es schnell gemacht, einfach und für das Kind auch problemlos selbst essbar… Im Gegensatz zu Reis. Das Aufsammeln der einzelnen Reiskörner kann mitunter länger dauern als das Kochen des kompletten Gerichts. Denn Geschnetzeltes ist super schnell gemacht und gehört für mich definitiv in die Kategorie Feierabendküche. Dazu noch ein knackiger Salat und ich bin rundum glücklich.

Ich verwende übrigens sehr gerne Kalbfleisch. Wer das nicht mag oder wer lieber Geflügel isst, kann gerne auf Pute zurückgreifen – dann ist es eben nur noch Geschnetzeltes und kein Zürcher Geschnetzeltes mehr aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch 🙂

Die Zutatenliste ist äußerst überschaubar und auch die Zubereitung kinderleicht. Das Gericht sollte so also jedem Kochanfänger gelingen… Nur zu!

Zürcher Geschnetzeltes mit Champignons
 
Zutaten
  • 500 g Kalbsschnitzel (aus der Nuss)
  • 2 Zwiebeln
  • 200 g braune Champignons
  • 125 ml trockener Weißwein
  • 250 g Schlagsahne
  • 2 EL Butterschmalz
  • ¼ Zitrone, den Abrieb davon
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung
  1. Die Zwiebeln schälen und fein würfeln, die Pilze putzen und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden.
  2. Die Kalbsschnitzel der Länge nach halbieren und dann in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
  3. EL Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Hälfte des Fleisches darin scharf anbraten. Sobald es auf beiden Seiten Farbe angenommen hat, auf einen Teller geben.
  4. Mit dem restlichen Butterschmalz und Fleisch ebenso verfahren. Das Fleisch nun warmhalten.
  5. In der selben Pfanne die Zwiebeln auf mittlerer Stufe ca. 3-4 Minuten glasig dünsten. Nun die Champignons hinzugeben und weitere 3-4 Minuten dünsten.
  6. Mit Weißwein ablöschen und die Hälfte der Sahne dazugeben.
  7. Die Sauce nun ca. 5-8 Minuten köcheln lassen, bis sie eine cremige Konsistenz hat.
  8. Den Rest der Sahne dazugeben und unterrühren, das Fleisch in die Sauce geben und bei niedriger Hitze einige Minuten gar ziehen lassen.
  9. Mit Salz, Pfeffer und dem Abrieb der Zitrone abschmecken und servieren!
 

2 Kommentare zu “Zürcher Geschnetzeltes
mit Champignons

  1. Ich musste lachen, als du deinen Vater beschrieben hast! Meiner war nämlich auch so ein Kandidat von wegen „Wat de Baur nich kennt, dat fret er nich!“. Glücklicherweise hat er mir das nicht vererbt, ich esse fast alles, außer eingemachten Birnen und Hamburger Aalsuppe. Kindheitstrauma 😉
    Grüßle
    Ursel, die sich das Rezept gleich abgespeichert hat und es MIT Pilzen zubereiten wird

    1. Hallo liebe Ursel,
      Da musste ich herzlich lachen! Danke für deinen Kommentar. Mein Vater hatte es mir tatsächlich so halb vererbt aber irgendwann war der eigene Kopf da und die Neugierde zu groß. Inzwischen esse ich sehr viel wobei ich auf Innerein und Meerestiere immer noch großzügig verzichten kann 🙂
      Liebe Grüße und lass es dir schmecken!
      Janina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.