Zwetschgenmus
im Ofen gebacken

Noch sind wir mitten in der Zwetschgensaison und deshalb möchte ich euch dieses Rezept so schnell wie möglich an die Hand geben. Es ist kinderleicht da es im Ofen gebacken wird und ihr nur hin und wieder umrühren müsst. Und es schmeckt einfach bombastisch. Ich mag gar nicht so viel Chichi wie Nelke oder andere Gewürze. Bei mir steht die Zwetschge in klassischer Kombination mit Zimt im Vordergrund – wobei der Zimt tatsächlich eher eine dezente Note ausmacht.

Das Zwetschgenmus ist übrigens quasi noch warm während ich den Beitrag schreibe. Okay, vielleicht ist das in klassischer Janina Manier ein wenig übertrieben und ich habe das Mus schon letzte Woche Freitag gemacht aber das zählt ja fast noch als warm. Und während der Freitag ein anstrengender Tag war, mussten die Zwetschgen abends unbedingt noch in den Ofen wandern weil ich Sonntag Germknödel machen wollte. Da ich das Mus aber am Freitag nicht mehr fertig machen konnte und gegen 22 Uhr dann auch den Backofen abschalten wollte, habe ich es am Samstag fertig gemacht. Das hat ganz prima geklappt – ich habe die Masse einfach vom Backblech in einen Topf gestrichen, mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abgedeckt und am nächsten Tag noch ein Mal für eine knappe Stunde in den Ofen getan. Das hat prima funktioniert.

Mein Mann ist ja inzwischen ein großer Fan meiner Dampfnudeln (liegt das nur an mir oder hört sich das ein klein wenig zweideutig an?), hat aber in seinem Leben noch nie Germknödel gegessen. Zugegebenermaßen habe ich sie in den letzten 12 Jahren auch nicht gemacht… Und Skifahren waren wir tatsächlich schon länger nicht mehr – wobei er sich auf der Hütte wahrscheinlich tendenziell eh eher für eine Currywurst entscheiden würde – und somit ist er noch nie in den Genuss von Germknödeln gekommen. Nicht ein mal in den Genuss derer aus dem Tiefkühlregal.

Die habe ich nämlich immer gegessen. Okay, immer ist vielleicht ein wenig übertrieben aber als ich noch Kind war (was ja quasi noch gar nicht so lange her ist) habe ich meine Mutter vielleicht das ein oder andere Mal dazu genötigt, mir eine Dreier-Packung Germknödel aus dem Tiefkühler zu kaufen. Ich hatte das – wenn ich mich recht erinnere – mal bei einer Freundin gegessen und war hin und weg. 

Das Rezept für Germknödel kommt übrigens auch ganz bald – weil die aber viel, viel besser schmecken wenn man sie mit selbst gemachtem Zwetschgenmus füllt, solltet ihr unbedingt eine große Portion davon einmachen. So seid ihr für alle Schandtaten gewappnet.

Zwetschgenmus im Ofen gebacken
 
Zutaten
Zubereitung
  1. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen.
  2. Nun zusammen mit dem Zucker, den Zimtstangen, dem Vanilleextrakt, dem Zitronensaft und dem Abrieb in eine große Schüssel geben und alles vermengen. Die Zwetschgen so unter gelegentlichem Vermischen 2 Stunden ziehen lassen.
  3. Nun den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Die vorbereiteten Zwetschgen nun auf das Backblech (am besten die Fettpfanne) geben und auf mittlerer Schiene ca. 3-3,5 Stunden backen.
  5. Nach Ablauf der ersten anderthalb Stunden gelegentlich umrühren. Die Masse sollte zum Schluss zäh vom Löffel laufen.
  6. Die Zimtstangen entfernen, die Zwetschgen nun in einen großen Topf geben und mit dem Pürierstab pürieren.
  7. Das Zwetschgenmus noch ein Mal aufkochen lassen und anschließend in sterilisierte Gläser füllen. Die Gläser sofort verschließen, vollständig abkühlen lassen und anschließend kühl und dunkel lagern.

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3 Kommentare zu “Zwetschgenmus
im Ofen gebacken

  1. Liebe Janina,
    Das Rezept klingt toll! (vor allem hat man nicht so viel zu tun…) 😉
    Weißt du noch, wie viele Gläser das Rezept bei dir ergeben hat?
    Ich freue mich, dass in letzter Zeit – wahrscheinlich auch wegen der Beeren-Blogparade – besonders viele süße Rezepte auf dem Blog erschienen sind 🙂 Das war wirklich eine super Blogparade mit sehr inspirierenden Rezepten!!
    Ganz liebe Grüße,
    Franzi

    1. Hallo liebe Franzi,
      Ja das ist klasse – der Ofen erledigt das meiste. Ich hatte zum Schluss 5 Gläser à ca. 300 ml. Bleibt also nicht viel übrig. Dafür ist es sehr konzentriert und lecker!
      Freut mich, dass dir meine süßes Rezepte gut gefallen 😃 Süßes gibt es bei mir ja sowieso immer recht viel 😊
      Liebe Grüße
      Janina

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